Cucurbita verflüssigt
Silybum marianum (L.) Gaertn.
Cucurbita verflüssigt

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Trivialnamen: Mariendistel; Krone Christi; Heilandsdistel; Frauendistel
Familie: Asteraceae
Merkmale: zweijähriges Kraut, bis zu 2 hoch; Blätter in einer Rosette, sehr groß, tief in dornige Lappen zerteilt; Blütenköpfe 4-8 cm breit, Hüllblätter bis 5 cm lang, spitz; Blüten purpurn, nur Röhrenblüten.
Heimat: Mittelmeergebiet
Blütezeit: April - August
Bemerkungen: Auf steinigen Orten, Wegrändern. Wichtige medizinische Pflanze. Die jungen Blätter werden von Arabern gern als Salat gegessen. Wenn in der Bibel von Disteln die Rede ist, ist wahrscheinlich diese Art gemeint (Gleichnis vom Säman, Getreide, das von Dornen erstick wird; Jeremia warnt davor unter Dornen zu säen). Laut Schmeil in Deutschland als Zierpflanze kutiviert und nur gelegentlich verwildert (nur in milden Lagen), nach Prof. em. I. Lenski in unserer Region noch nicht mal oft kultiviert (Fund in Wittelsberg daher bemerkenswert). Medizinisch zur Leberstärkung (bei Vergiftungen, Gelbsucht), regt die Galle an und hilft bei Gallensteinen. Das Silymarin ist eines der wenigen leberzellwirksamen Stoffe die überhaupt bekannt sind. Die Wirksamkeit wurde mit schweren Giften (Knollenblätterpilz) bewiesen. Man nutzt die zerstoßenen Samen (Kaltauszug, danach kurz aufkochen). Außerdem wurden kleingeschnittene Mariendistelblüten zur Ziegenmilchgerinnung zwecks Käseherstellung genutzt (Beese, Lipps 1996: Mallorca, 32 Wanderungen und Spaziergänge. Dumont). Antiker Gattungsname unbekannter Etymologie. Artname nach den (milch-)weiß gefleckten Blättern, zu denen in mittelalterlichen Legenden ein Bezug zur stillenden Mutter Jesu hergestellt worden ist, daher auch der deutsche Name.
Schlagwörter: Blatt · Blüte · Gemüsepflanze · Mittelmeergebiet · Same · Technisch nutzbare Pflanze
Abbildungen:
Silybum marianum (L.) Gaertn.