Cucurbita verflüssigt
Citrus sinensis (L.) Osbeck
Cucurbita verflüssigt

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Synonyme: Citrus aurantium Lour. ssp. sinensis Engler
Trivialnamen: Orange; Apfelsine
Familie: Rutaceae
Merkmale: kleiner, wenig dorniger, immergrüner Baum; Blattstiel nur schwach geflügelt.
Heimat: China
Blütezeit: --
Bemerkungen: Wichtigste der Citrusfrüchte. Nach der Banane in der weltweiten Produktion Nr. 2, nach Exportwert 4. nach Banane, Äpfeln, Trauben (Durchschnittswerte 1997-2002 nach FAO-Statistik). Blutorangen durch Anthocyan im Saft. Bei Navel-Orangen entwickelt sich ein zweiter Fruchtblattkreis zur Frucht. Die Früchte sind Beeren, deren essbarer Teil jedoch nicht wie gewöhnlich dem Perikarp entspricht. Dieser ist vielmehr eine Neubildung während der Fruchtreife: das dünne Endokarphäutchen sendet Saftschläuche um die Samen herum. Die Außenflächen der Karpelle werden in die innere Albedo (Mesokarp, zerfasert je nach Art mehr oder weniger) und äußere Flavedo (Exokarp) unterschieden, welche Drüsen mit ätherischen Ölen enthält und außen wachsartig ist. Der komplexe Aufbau hat den Citrusfrüchten mehrere Bezeichnungen eingebracht, z.B. Panzerbeeren (engl. Hesperidium), Endokarpbeeren, oder als Spezialbegriff 'Agrumen'. Theoretisch könnte man Citrusfrüchte auch 'Weich-Steinfrucht' nennen, da das Perikarp ebenfalls in drei Gewebe differenziert (dieser Ausdruck ist natürlich nie gefallen, geschweige denn verwendet worden). Die Orangenblüte heißt auf Spanisch 'el azahar'. Der Name ist arabischen Ursprungs. Sie ist die Blüte der Heiratende. Es heißt, ein arabischer König habe eine Prinzessin aus dem Norden geheiratet, welche den Schnee vermisste. Daher pflanzte der Herrscher Orangenbäume, die mit ihren weißen Blüten den Eindruck von verschneiten Bäumen machen (Geschichte von Elena). In China ist die Orange seit 2000 v.Chr. genutzt worden. Sie soll die Hängenden Gärten der Semiramis geschmückt haben, eines der sieben klassischen Weltwunder. Aber vermutlich sind diese nicht von einer Herrscherdame namens Semiramis, davon gab es mehrere, gebaut worden, sondern vermutlich von Nebukadnezar II., dem Herrscher von Babylon 605 - 562 v. Chr. Exkurs: Die klassischen sieben Weltwunder (2. Fassung, die erste nannten die Mauern von Babylon statt dem Leuchturm Pharos): 1. Pyramiden von Gizeh (Ägypten), um 2590-2470v.Chr., noch erhalten. 2. Zeusstatue des Phidias in Olympia (Griechenland), 5. Jh. v.Chr., durch Brand zerstört. 3. Artemis-Tempel in Ephesus (Türkei), 6. Jh. v.Chr., 262 n.Chr. zerstört. 4. Grabmal von Mausolos Halikarnassos (Türkei), um 325 v.Chr., völlig zerstört. 5. Hängender Garten von Babylon (Irak), Zeit unbekannt, völlig zerstört. 6. Koloss von Rhodos (Griechenland), 292-280 v.Chr., 224 v.Chr. eingestürzt. 7. Leuchtturm von Pharos/Alexandria (Ägypten), 270 v.Chr., 1375 durch Erdbeben zerstört. Die Pflanze kam im 15. Jh. nach Europa und vor allem im Barock wurden in den Herrscherhäusern 'Orangerien' eingerichtet. Allerdings pflegte man hier eher die Pomeranze (C. aurantium, Frucht der 'Orangenmarmelade' und des 'Orangeats') wegen ihres Duftes und ihrer relativen Frostresistenz. Es gibt rund 400 Orangen-Sorten, davon haben aber nur etwa 20 wirtschaftliche Bedeutung, allein 'Navel' und 'Valencia Late' machen schon 80% des Handels aus. 'Navel'-Orangen haben zwei Fruchtblattkreise von denen der obere (kleinere) schon so groß ist, dass die Fruchtschale des unteren (größeren) Fruchtblattkreise ihn nicht vollständig umwachsen kann und er daher schon äußerlich als kleiner Nabel sichtbar ist. Sie sind kernlos und schon seit 1650 nachgewiesen, jedoch erst seit 1880 in Kalifornien und 1930 im Mittelmeergebiet bekannt geworden. Als Frischfrucht hervorragen, zur Saftgewinnung ungeeignet, da der Saft bitter wird. Die Orange enthält 50 mg Vitamin C pro 100 g eßbarem Anteil (Zitrone 53 mg, Mandarine 30 mg, Green Plum/Kakadu Plum (Terminalia ferdinandiana) bis 5000 mg, Acerola (Malpighia glabra) bis 4000 mg, Hagebutte bis 3000 mg, Guave bis 900 mg, Sanddorn bis 500 mg, Kiwi bis 300 mg, Eberesche 98 mg, Apfel je nach Sorte von 8-50 mg). Um die sprichwörtliche Farbe zu erhalten (Bildung der Carotinoide) brauchen Orangen subtropisches Klima, zumindest kurze kältere Perioden (unter 13°C). In tropischen Ländern bleiben Orangen daher grünlich, schmecken aber unverändert süß.
Schlagwörter: Asien · Frucht · Obstpflanze
Abbildungen:
Citrus sinensis (L.) Osbeck Citrus sinensis (L.) Osbeck Citrus sinensis (L.) Osbeck