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Sammlung der aktuellen Projektbeschreibungen und der jeweiligen AnsprechpartnerInnen für den 09.07.2004

1. Reiner Becker - Interaktions- und Kommunikationsprozesse in Familien von ...
2. Christine Hartig - Berufliche Selbstbeschreibung von hauptberuflichen ErwachsenenbildnerInnen
3. Thorsten Pehl - Qualitätszirkel als Instrument der Schulentwicklung?
4. Sven Schönfelder - Rechtspopulismus als Teil Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
5. Karin Bräu - Lehrerhandeln im individualisierten Unterricht
6. Monika Lang - Bewältigungsprozesse bei Müttern und Vätern von Kindern ...
7. Martin Vollmar - Die Bedeutung von Naturerfahrung für den Bildungsprozess von Kindern
8. Torsten Niebling - Jugend und Partizipation - Fallstudien zum ...
9. Julia Estor - Die Auswirkungen von Geschwisterbeziehungen auf die weibl. Sozialisation
10. Angela Schmidt-Bernhardt - Weibliche Adoleszenz und Identitätsbildung von Spätaussiedlerinnen in Deutschland
11. Monika Roscher - Bewegung, Wahrnehmung, Erfahrung
12. Karin Krah - Gesundheitserleben und -handeln im Alltag bei 20- bis 45-jährigen ...
13. Mathias Wierth-Heining - Die Bedeutung von Filmerzählungen für jugendliche Cliquen ...
14. Mike Pott-Klindworth - Schulsportforschung und Professionalität
15. Thorsten Dresing - Entwicklung und Evaluation einer interdisziplinären Online-Lehrveranstaltung ...
16. Gaby Schreder - Lehren und lernen aus Schüler/innensicht
17. Uwe Feldbusch - Aspekte selbstgesteuerten Lernens in der Weiterbildungspraxis
18. Katrin Wahl - Der Umgang mit Medien als alltagskulturelle Praxis in familialen Mehrgenerationszusammenhängen
19. Christof Heim - Gesundheitsförderung und Bewegung in Schule und Unterricht

 
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Vorname Reiner
  Nachname Becker
  Institut Inst. f. Erziehungswissenschaft
  E-Mail reiner.becker@projekt-jakob.de
  Projekttitel Interaktions- und Kommunikationsprozesse in Familien von Jugendlichen mit rechtsextremistischer Orientierung. Eine Analyse im Kontext familialer Generationenbeziehungen unter Berücksichtigung des sozialen Nahraums.
  Projektrahmen Promotion im Graduiertenkolleg "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit"
  Projektbeschreibung
Zusammenfassung des Forschungsprojekts:
Interaktions- und Kommunikationsprozesse in Familien von Jugendlichen mit rechtsextremistischer Orientierung. Eine Analyse im Kontext familialer Generationenbeziehungen unter Berücksichtigung des sozialen Nahraums.von Reiner BeckerBetreuer: Prof. Dr. Benno Hafeneger, Institut f. Erziehungswissenschaften, Marburg.Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland tritt in zahlreichen Facetten und Dimensionen in Erscheinung. Zu diesen zählt auch das Auftreten von rechten Jugendcliquen in ihrem sozialen Nahraum. Neben dem bedeutenden Einfluss der Peer Group sind für die Herausbildung einer rechten bzw. rechtsextremistischen Orientierung bei Jugendlichen weiterhin Sozialisationserfahrungen in der Schule und vor allem in der Familie von großer Bedeutung. Die Strukturen und Prozesse der Auseinandersetzung und die Interaktionsdynamik sowie Formen der Beziehung in den Familien von Jugendlichen mit rechtsextremistischen Orientierungen sind Gegenstand meiner Fragestellung. Ziel des Forschungsprojekts ist es, bereits vorhandene rechtsextreme Orientierungsmuster aus dem Binnenleben der familialen Interaktionsdynamiken und Beziehungen zu rekonstruieren. Dabei gilt es der Frage nachzugehen, wie in Folge einer vielschichtigen Manifestation rechtsextremer Orientierungen bei Jugendlichen der familiale Sozialisationsprozess verläuft bzw. verlaufen ist.Zu diesem Zweck werden zunächst qualitative Leitfadeninterviews mit Jugendlichen und mit deren Eltern geführt; weiter soll auch die Großelterngeneration der zu untersuchenden Familien in diese Befragungen mit einbezogen werden. Schließlich soll der Frage nachgegangen werden, wie sich die Tatsache, Eltern/Großeltern eines „rechten Jugendlichen“ zu sein, auf das soziale Umfeld der Familie (Nachbarschaft, Mitgliedschaften in Vereinen usw.) auswirkt und welche Wechselwirkungen bzw. Dynamiken hier bestehen. Der Erhebungsraum ist vor allem der mittelhessische Lahn-Dill-Kreis und weitere Landkreise aus der Region Mittelhessen. Der Aspekt des sozialen Nahraums wird mit der Methode der qualitativ teilnehmenden Beobachtung sowie mit Inhaltsanalysen relevanter Texte (Protokolle, Zeitungsartikel usw.)untersucht werden.Im Einzelnen lässt sich eine solche Mehr-Generationen-Analyse unter Berücksichtigung des sozialen Nahraums wie folgt konkretisieren:1. Befragung rechter Jugendlicher : u.a. Entstehung rechtsextremer Orientierungsmuster, persönliche Auswirkungen in der Peer Group u. Schule; Beitrag, Folgen u. Umgang innerhalb der Familie 2. Befragung der Eltern rechter Jugendlicher: Soziale und materielle Lage, Umgang mit rechtsextremer Orientierung, Politische Orientierung der Eltern, Einfluss des sozialen Nahraums, Beziehung zu den eigenen Eltern; 3. Befragung der Großeltern: Einschätzung der rechtsextremen Haltung des Enkels, Reaktion und ggf. Intervention, Reflexion eigener Erfahrungen mit der NS-Vergangenheit, Formen der Tradierung im Familiengespräch; 4. Untersuchung des sozialen Nahraums: Nachbarschaftliche Verhältnisse, spezifische lokale Identitäten u. Kultur, Umgang mit Vorkommnissen mit rechtsextremen Hintergrund im eigenen Ort.Für die Untersuchung von rechtsextremistischen Orientierungen stellen Becks Individualisierungstheorem sowie Heitmeyers Theorie der sozialen Desintegration als Erklärungsmodelle den theoretischen Projektrahmen dar; weiterhin finden Autoritarismuskonzepte zur Untersuchung des subjektiven Charakters rechtsextremer Orientierungen ihre Anwendung. Schließlich bieten theoretische Modelle zum Generationenbegriff und Generationenbeziehungen eine weitere theoretische Folie.
  Zur Person
1994-1997 Studium der Politikwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen1997-2003 Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Philipps-Universität Marburg 23.05.2003 Abschluss: Magister seit 02/04: Promotion im Graduiertenkolleg "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" derUniversitäten Marburg u. Bielefeld. Betreuer: Prof. Dr. Benno Hafenegerweitere Tätigkeiten:1/01-7/03 Honorarkraft der Stadtjugendpflege Dillenburg für die Offene Jugendarbeit in Dillenburg-Donsbachseit 3/2001 Entwicklung und Durchführung neuer Konzepte der Offenen Jugendarbeit in Dillenburg-Oberscheld - JAKOb e.V.(www.projekt-jakob.de)in Zusammenarbeit mit dem Kreissozialamt Dillenburg,Kreisjugendamt Dillenburg u. Wetzlar, Jugendbildungswerk des Lahn-Dill-Kreises, Stadtjugendpflege Dillenburg und dem Polizeipräsidium Mittelhessenseit 3/2002 1. Vorsitzender JAKOb e.V. seit 9/2002 freie Mitarbeit beim Projekt ISAR des Lahn-Dill-Kreises in der konzeptionellen Entwicklung der Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Politische Bildung.
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Vorname Christine
  Nachname Hartig
  Institut Institut für Erziehungswissenschaft
  E-Mail hartigc@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Berufliche Selbstbeschreibung von hauptberuflichen ErwachsenenbildnerInnen
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung
Die Arbeit ist im Bereich der MitarbeiterInnenforschung in der Erwachsenenbildung angesiedelt. Gegenstand der Untersuchung ist die berufliche Selbstbeschreibung von ErwachsenenbildnerInnen. Es wird erforscht, wie die in der Erwachsenenbildung hauptberuflich Tätigen ihre berufliche Selbstbeschreibung vor dem Hintergrund des unscharf abgegrenzten Berufsfeldes und der sich permanent wandelnden Bedingungen in der Erwachsenen-bildungslandschaft vornehmen.Den Kern der Arbeit bildet demzufolge eine empirischen Untersuchung zur Frage der beruflichen Selbstbeschreibung von ErwachsenenbildnerInnen aus einem möglichst breiten Spektrum der Erwachsenenbildungslandschaft mittels leitfadengestützter Interviews. Es wird dabei von der These ausgegangen, dass ErwachsenenbildnerInnen nicht auf ein vorab und gesellschaftlich legitimiertes und akzeptiertes Selbst- und Fremdbild zurückgreifen können, sich dieses also in einem weitestgehenden „Orientierungsvakuum“ selbst konstruieren müssen (Nittel 2000). Diese These soll im ersten Teil der Arbeit aus den bestehenden Überlegungen und vorliegenden Forschungsergebnissen entwickelt werden.Vor diesem Hintergrund steht der Hauptteil der Arbeit, die Untersuchung der beruflichen Selbst-beschreibung von ErwachsenenbildnerInnen. Dabei möchte ich in zwei Schritten vorgehen. Zum einen sollen die inhaltlichen Aussagen zur Selbstbeschreibung erfasst werden: Welche Merkma-le ordnen die ErwachsenenbildnerInnen sich selbst, ihrer Berufsgruppe und der Erwachsenen-bildung zu? Welche Begriffe werden genutzt? Welche Attribute oder Aspekte werden dabei als zentral angesehen, welche sind eher nachgeordnet? Im zweiten Schritt sollen die Konstruktionsprinzipien herausgearbeitet werden: Wie wird das berufliche Bild konstruiert? Nach welchen Kriterien wird das eigene Berufsbild zusammengesetzt? Welche Begründungs- und Legitimationsmuster lassen sich identifizieren und inwieweit wird eine Generalisierbarkeit des entworfenen Bildes angenommen.Die Untersuchung ist in erster Linie als Bestandsaufnahme zu verstehen, es wird weder ein bestimmtes Berufsbild oder der Kern einer geteilten erwachsenenpädagogischen Identität gesucht oder erwartet, noch ist beabsichtigt, eine solche einzufordern oder normativ zu entwerfen. Die Ergebnisse sollen im letzten Teil der Arbeit in Zusammenhang gebracht werden mit profes-sionstheoretischen und berufskulturellen Fragen und Überlegungen.
  Zur Person
Studium der Diplompädagogik m. Schwerpunkt Erwachsenenbildung an der Philipps-UniversitätEmpirische Abschlussarbeit zum Thema "Berufsalltag und pädagogische Zielvorstellungen von ErwachsenenbildnerInnen in der politischen Weiterbildung"Nach dem Studium 1 Jahr lang Projektleitung in einem Projekt zur Qualifizierung junger Frauen für einen Ausbildungsplatz in der Altenpflege bei Zela e.V. in Gießenseit 2001 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft als Praktikumsbeauftragte für das Hauptstudium im Schwerpunkt EB/AJB
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Vorname Thorsten
  Nachname Pehl
  Institut Erziehungswissenschaft
  E-Mail Pehl@dresing-pehl.de
  Projekttitel Qualitätszirkel als Instrument der Schulentwicklung?
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung
„Qualität ist zu einem der leitenden Begriffe des allgemeinen Bildungsdiskurses geworden“ (Terhard 2003) Vor diesem Kontext stehen Schulen immer mehr in der Verantwortung, die Qualität Ihrer Arbeit nachzuweisen und zu verbessern. Hierbei steigen sowohl die Forderungen bezüglich (sozial-)pädagogischer als auch qualifikatorischer Leistungen. Um in dieser Situation handlungsfähig zu bleiben müssen Schulen umsetzbare Konzepte entwickeln, die auf die individuelle Situation der Schule zugeschnitten sind. Neben verschiedenen anderen Verfahren wurden hierzu unter anderem Qualitätszirkel etabliert. Hierbei handelt es sich um Problemlösegruppen, die auf freiwilliger Basis Probleme des Praxisalltags analysieren und bearbeiten. Das Konzept der Qualitätszirkel beinhaltet sowohl eine Ausführliche Ist-Analyse als auch eine Ergebnisevaluation. Das Konzept ist thematisch und hinsichtlich der konkreten Ausführung sehr offen. Qualitätszirkel wurden in produzierenden Unternehmen entwickelt und mittlerweile erfolgreich auf verschiedene Arbeitsgebiete übertragen. (Hausärztliche Versorgung, Psychiatrie, Altenpflege…) Dennoch bleibt die Frage, ob es sich das Konzept erfolgreich auf spezifischen schulischen Projektrahmenbedingungen und Problemstellungen anwenden lässt. Hierzu wird zum einen auf konzeptioneller Ebene geprüft, welche Entwicklungsziele der Schulentwicklung grundsätzlich durch den Einsatz von Qualitätszirkeln unterstützt werden können. Darüber hinaus wird durch eine Teilnehmerbefragung ermittelt, wie weit Qualitätszirkel auf Akzeptanz bei den Teilnehmenden treffen und wie die Teilnehmenden die Unterstützung schulischer Entwicklungsaufgaben durch Qualitätszirkel einschätzen.
  Zur Person
Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg und Philipps-Universität-Marburg: Studium Diplompädagogik, Sozial- u. Sonderpädagogik, langjährige nebenamtl. Arbeit mit Menschen mit geistig und körperlicher Behinderung. 2001 Diplom, seit 1999 Mitarbeit am Forschungsprojekt „Qualitätszirkel als Element eines umfassenden Qualitätsmanagements an Schulen“ bei Prof. Dr. Schnoor. seit 2001 selbständige Tätigkeit als Lern- und Mediengestalter, Konzeption und Durchführung von EDV- und Qualitätsmanagement-Seminaren.
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Vorname Sven
  Nachname Schönfelder
  Institut Institut für Erziehungswissenschaft
  E-Mail sschoenfelder@uni-bielefeld.de
  Projekttitel Rechtspopulismus als Teil Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit: sozialstrukturelle Ursachen, individuelle Einstellungen und politische Orientierungen
  Projektrahmen Promotion im Projektrahmen des Graduiertenkollegs "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" der Universitäten Marburg und Bielefeld
  Projektbeschreibung
Das Promotionsvorhaben lehnt sich unmittelbar an das Projekt "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" (GMF) an und soll die bisherige, in diesem Projektrahmen durchgeführte empirische Analyse des rechtspopulistischen Potentials vertiefen und erweitern. Im Mittelpunkt der Dissertation steht die Frage nach dem in der deutschen Bevölkerung vorhandenen Potential an spezifischen, als rechtspolitisch gekennzeichneten gruppenbezogenen menschenfeindlichen Einstellungen sowie nach deren sozialen Strukturierung und Bedeutung hinsichtlich grundlegender politischer Orientierungen. Indikatoren dieser Einstellungen sind Autoritarismus in Form von "Law and Order"-Forderungen, Fremden- und Ausländerfeindlichkeit sowie ein sekundärer Antisemitismus, der die Meinung vertritt, Juden würden versuchen, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches heute ihren Vorteil zu ziehen. Des weiteren soll die sogenannte Modernisierungsverlierer-Hypothese auf ihren Erklärungsgehalt hin überprüft werden, die die Entstehung und Tradierung rechtspopulistischer Einstellungen auf eine durch den raschen sozialen Wandel verursachte tiefgreifende gesellschaftliche Verunsicherung und Orientierungsunsicherheit zurückführt. Der in dieser These vertretene Ansatz der relativen Deprivation wird dabei um den der sozialen Desintegration und den der Anomia erweitert. Darüber hinaus gilt es zu untersuchen, ob das rechtspopulistische Potential auch eine Affinität zu gewalthaltigen und damit rechtsextremistischen Orientierungen aufweist und wie es sich im Zeitvergleich der letzten Jahre entwickelt hat.Die empirische Basis dafür bilden vor allem die Daten der GMF-Surveys, die seit dem Jahr 2002 jährlich erhoben werden und so auch eine Längsschnittanalyse des rechtspopulistischen Potentials ermöglichen. Hinsichtlich des methodischen Vorgehens sollen quantitative und qualitative Methoden miteinander verbunden werden (Triangulation), um mit der empirischen Analyse sowohl in die Breite als auch in die Tiefe gehen zu können. Quantitative Auswertungen wie der Vergleich von Mittelwerten oder die Anwendung von bi- und multivariaten Korrelationen werden anhand der GMF-Daten und qualitative Auswertungen mittels explorativer Interviews vorgenommen.Neben dem eigenen Projekt soll - zusammen mit Reiner Becker - auch das Graduiertenkolleg "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" der Universitäten Marburg und Bielefeld präsentiert werden.
  Zur Person
Geboren am 28. Januar 1975 in Oldenburg (Oldb), Studium der Sozialwissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Diplomarbeit mit dem Titel "Potentiale rechtsextremer Parteien im westeuropäischen Vergleich" bei apl. Prof. Dr. Hiltrud Naßmacher und Prof. Dr. Stefan Müller-Doohm, Diplom "mit Auszeichnung" im Herbst 2002.Tätigkeit während des Studiums: Dozent beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft in Bad Zwischenahn, Oldenburg und Delmenhorst zu den Themen Zukunft der Arbeit, Rechtsextremismus, Europäische Union (1999-2003); Praktika in der Kommunalverwaltung des Landkreises Ammerland (1999), beim Senator für Bildung und Wissenschaft des Landes Bremen (2000) und im Niedersächsischen Landtag (2000).Seit Januar 2004 Doktorand im Graduiertenkolleg "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: Ursachen, Phänomenologie und Konsequenzen" der Universitäten Marburg und Bielefeld mit einer Arbeit zum rechtspopulistischen Einstellungs- und Verhaltenspotential in der deutschen Bevölkerung (Betreuer: Prof. Dr. Benno Hafeneger).
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Vorname Karin
  Nachname Bräu
  Institut Institut für Schulpädagogik
  telefon 06421/ 28 24698
  E-Mail karin.braeu@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Lehrerhandeln im individualisierten Unterricht
  Projektrahmen Habilitation
  Projektbeschreibung
Mit dieser Untersuchung wird die Praxis des Lehrerhandelns im individualisierenden Unterricht analysiert. Individualisiertes Lernen ist innere Differenzierung in besonders konsequenter Weise. Mit innerer Differenzierung sind Maßnahmen gemeint, bei denen einzelnen Gruppen, Partner oder Einzelpersonen je nach ihren Voraussetzungen unterschiedliche Aufgaben bearbeiten, in einem unterschiedlichen Lerntempo vorangehen oder in den Zielen und Anforderungen differieren. Als unterrichtliche Methoden können z.B. Arbeitspläne oder individuelle Projekte, wie Facharbeiten genannt werden.Untersucht wird der Unterricht an Schulen, die bezogen auf innere Differenzierung und individualisierte Lernformen eine konzeptionell verankerte Tradition entwickelt haben („best-practice“-Beispiele). Die Tätigkeit des Lehrers besteht aus der Initiierung des individualisierten Lernens, der Betreuung während der Arbeit und der Bewertung der Arbeitsergebnisse. Ich konzentriere mich in diesem Projekt auf die Betreuungsarbeit des Lehrers.Die Betreuungstätigkeit findet in einem Spannungsfeld statt. Einerseits gilt es am Individuum anzusetzen, seine Selbstständigkeit zu fördern, das individuell Mögliche herauszufordern, andererseits geht es um eine gemeinsame Wissens- und Kompetenzbasis als Verständigungsgrundlage. Die Betreuung individualisierten Lernens hat es also mit im Kern antagonistischen Anforderungen zu tun, die ausbalanciert werden müssen.Mit der Untersuchung soll ein Beitrag zur Klärung geleistet werden, mit welchen Handlungs- und Interaktionsmustern die professionelle Aufgabe der Unterstützung individualisierten Lernens bewältigt werden kann und welchen Einfluss verschiedene Kontextfaktoren dabei haben.Im Zentrum der Untersuchung steht die Gesprächsanalyse von Betreuungsgesprächen im individualisierten Unterricht. Dieses Betreuungsverhalten wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Ich möchte daher außerdem nach Beziehungsstrukturen suchen zwischen diesem Handeln und ð den subjektiven Theorien der untersuchten LehrerInnen, ð den gemeinsam geteilten Erfahrungen des Kollegiums sowie den ð konzeptionellen Verlautbarungen der Schule bezüglich des Individualisierens des Lernens (z.B. Schulprogramm, konzeptionelle Texte).Die Studie kann daher als qualitative Mehrebenenanalyse bezeichnet werden, bei der Institutionelle, interaktive und subjektive Perspektiven miteinander verknüpft werden. Als Methoden werden Videoaufzeichnungen und Gesprächsanalysen, Einzelinterviews, Gruppendiskussionen sowie Dokumentenanalysen eingesetzt.
  Zur Person
Ausbildung:1982 - 1988: Studium an der Universität Kassel: Lehramt für die Sekundarstufen I und II, Fächer: Kunst, Biologie;
Erstes Staatsexamen: Juni 1988 1988 - 1990: Vorbereitungsdienst für das Lehramt am Studienseminar Kassel I; Schulen: Offene Schule Waldau (Sek I), Herderschule Kassel (Sek II);
Zweites Staatsexamen: März 1990 Wissenschaftlicher und beruflicher Werdegang:1990 - 2000: Marburg/ L.: Studienrätin am Gymnasium Landschulheim Steinmühle in Marburg,(zur Promotion beurlaubt von 1993 -1998)
1993 - 1997: Universität Kassel: Stipendiatin des DFG-Graduiertenkollegs "Schulentwicklung an Reformschulen im Hinblick auf das allgemeine Schulwesen" an den Universitäten Kassel und Bielefeld
12/1998: Promotion zum Thema "Selbstständiges Lernen in der gymnasialen Oberstufe" (Universität Kassel)
1998 - 2001: bis 7/2000 Lehrerin am Gymnasium (s.o.), gleichzeitig Lehraufträge an der Universität Kassel, Forschungsprojekte, Buch-Projekt, Veröffentlichungen
2001: In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (Frankfurt/ M.) und der Universität Erfurt: Forschungsprojekt „Stand und Perspektive der Orientierungsstufe in Niedersachsen“:
2001 - 2003: Universität Paderborn: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Paderborner Lehrerausbildungszentrum (PLAZ) der Universität Paderborn mit den Schwerpunkten - Forschungsförderung, - Beratung und Beratungssysteme für Lehramtsstudierende, - Standards/ Module/ Kerncurricula in der Lehrerbildung, - Profilbildung: "Umgang mit Heterogenität" sowie "Lehren und Lernen mit Neuen Medien".Eigene Forschung: Individualisiertes Lernen
seit 2003: Universität Marburg: Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Schulpädagogik, Fachbereich Erziehungswissenschaft
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Vorname Monika
  Nachname Lang
  Institut Institut für Erziehungswissenschaften, Bereich Sozial-und Sonderpädagogik
  E-Mail langm@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Bewältigungsprozesse bei Müttern und Vätern von Kindern mit geistiger Behinderung im Alter von 3 bis 12 Jahren - unter besonderer Berücksichtigung von Religiosität
  Projektrahmen Habilitation
  Projektbeschreibung
Im Bereich der Begleitung und Beratung von Familien mit einem behinderten Kind gibt es einen Bedarf an aktuellem Wissen über Bedingungen und Verläufe von Bewältigungsprozessen, als notwendiger Voraussetzung der Entwicklung passgenauer professioneller Angebote.Die Auseinandersetzung von Eltern mit der Behinderung eines Kindes wurde bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hinein, vorwiegend unter einem problemzentrierten Blickwinkel betrachtet. In den 90er Jahren veränderte sich die Wahrnehmung der Professionellen , neben spezifischen Anforderungen und Belastungen wurde nun zunehmend auch nach wichtigen Ressourcen, nach sich herausbildenden Kompetenzen und nach positiv bewerteten Auswirkungen dieser spezifischen Lebenssituation gefragt. Im Projektrahmen meiner Dissertation (1999) fragte ich nach der Bedeutung von „Religious Coping“ (vgl. Pargament, 1997) bei Müttern von erwachsenen Söhnen und Töchtern mit einer geistigen Behinderung. Auf dem Hintergrund dieser ersten deutschsprachigen Untersuchung zu diesem spezifischen Aspekt des Bewältigungsprozesses interessiere ich mich in meiner aktuellen Studie für den Verarbeitungsprozess von 20 Müttern und Vätern von Kindern mit geistiger Behinderung im Alter von 3 bis 12 Jahren. Auf der Basis des Resiliency Model of Familiy, Stress, Adjustment and Adaptation (vgl. McCubbin et.al.,1987,1991) und des salutogenetischen Ansatzes von A. Antonovsky frage ich nach möglichen Belastungen, und Ressourcen im Projektrahmen des Bewältigungsprozesses der Eltern. Von besonderem Interesse sind dabei die Erfahrungen der Eltern mit den bisher durchlaufenen Schwellensituationen z.B. Diagnosemitteilung, Kontakte mit dem professionellen Hilfesystem, Besuch des Kindergartens, Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs, Schulbesuch). Ebenso wird nach dem Stellenwert von „Religious Coping“ bei dieser jüngeren Elterngeneration gefragt.Die Anforderungen bzw. Belastungen werden dabei mit Hilfe der Kurzform des Questionnaire on resources and stress (ORS-short form) von Holroyd (1974;1982) erhoben; die Copingstruktur mit dem Coping Health Inventory for Parents (CHIP) von McCubbin et.al.1987), ergänzt durch einen selbstentwickelten demorgraphischen Fragebogen. Ein umfangreiches leitfadenzentriertes Interview mit jedem der TeilnehmerInnen erweitert den Zugang und untersucht besonders die mögliche Bedeutung von „Religious Coping“. Die Verknüpfung der Ergebnisse der Fragebogenauswertung und der Inhaltsanalyse der Interviews bietet die Möglichkeit ein differenziertes Bild der spezifischen Bewältigungssituation der untersuchten Personen zu gewinnen. Ein Vergleich der Ergebnisse mit den Daten der Studie von 1999 schließt sich an. Auf diesem Hintergrund werden dann mögliche kritische Anfragen bzw. Auswirkungen auf die gegenwärtige Beratungs- und Hilfepraxis diskutiert.
  Zur Person
Studium der Psychologie an der Justus- Liebig -Universität Gießen mit dem Schwerpunkt: Sonderpädagogische Psychologie; Dissertation am Fb. Psychologie der Universität Gießen; Promotionsstipendium des Evang. Studienwerks Villigst; Wissenschaftliche Mitarbeiterin (50 %) am Institut für Heil- und Sonderpädagogik der Philipps-Universität Marburg. Wissensch. Assistentin (50 %) am Institut für Erziehungswissenschaften, Bereich Sozial - und Sonderpädagogik bei Prof. Dr. H. Schnoor. Lehrbeauftragte für Sonderpädagogische Psychologie am Fb. Psychologie der Uni Gießen. Freiberufliche Projektberatung im Bereich Autismus und individuelle Entwicklungsprogramme für Erwachsene mit geistiger Behinderung und Zusammenarbeit mit Elternselbsthilfegruppen. Ausbildung in Gestalttherapie und Körperarbeit. Im WS 2003/04 Vertretungsprofessur Geistigbehindertenpädagogik an der Universität Gießen. Mitglied der neuen Autismuskommission des Europarates. Im Vorstand des Deutsch-Israelischen Vereins für Rehabilitation e.V. Gießen. Ich bin 41 Jahre alt, habe einen 13 jährigen Sohn und lebe in Gießen.
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Vorname Martin
  Nachname Vollmar
  Institut Sportwissenschaft
  E-Mail vollmar@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Die Bedeutung von Naturerfahrung für den Bildungsprozess von Kindern
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung
Naturerfahrungen werden im Projektrahmen dieses Projekts aus einer Perspektive problematisiert, die sich aus abenteuer- und erlebnispädagogischen sowie sport- und körpersoziologischen Interessen und Bezügen speist. Der vielgestaltige Erfahrungsbereich, den der Begriff ‚Naturerfahrung' zu erfassen versucht, wird dabei in spezifischer Weise fokussiert: So interessieren jene Begegnungen und Auseinandersetzungen mit Natur, die an körperliche Bewegung in Naturräumen gebunden sind, also mit Praktiken wie dem Wandern, Bergsteigen oder Kanufahren zu assoziieren und ‚Naturer-fahrungen' im raum- und bewegungsbezogenen Wortsinn sind. Als Referenztheorie für die Bearbeitung des Problemfeldes „Naturerfahrung“ dient die von OEVERMANN entwickelte theoretische und methodologische Grundlegung der objektiven Hermeneutik, welche somit auf das Feld bewegungsbezogener Natur- und Abenteueraktivitäten übertragen wird. Besonders die von OEVERMANN vorgelegte strukturell angelegte Theorie der Krise stellt einen fruchtbaren Ansatz zur Erschließung von Erfahrungsprozessen dar. Wichtige Dimensionen der Untersuchung leiten sich aus dem Zusammenhang von Neugierhaltung, leiblich-sinnlichem Weltzugang und Bewährung im Abenteuer ab.Im engeren Sinne geht es darum, das Typische abenteuerlicher Natursituationen und -ereignisse, d.h. dasjenige, was eine neue Erfahrung bewirkt, auf der Basis verschiedener Protokolle rekonstruktiv zu erschließen. Die Untersuchung soll im weiteren Sinne deutlich machen, welche Bedeutung Natur- und damit verbundene Leiberfahrungen für den Bildungsprozess des Subjekts haben können. Führt man diese Überlegungen weiter, dann erklärt sich die Eingrenzung der Untersuchung auf kindliche Erfahrungsprozesse. Diese ontogenetisch frühen Erfahrungen unterliegen den spezifischen Bedingungen kindlicher Zugewandtheit zur Welt. Dabei ist zu beachten, dass eine Kindergruppe insofern homogener als eine Erwachsenengruppe ist, da sich im Projektrahmen präpubertärer Bildungsprozesse differierende Persönlichkeitsprofile und -probleme noch weniger stabil ausprägen und der Zugriff zum Untersuchungsgegenstand unverstellter möglich ist.
  Zur Person
Studium der Fächer Geschichte und Sport (Lehramt); Wissenschaftlicher Mitarbeit am Institut für Sportwissenschaften und Motologie
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Vorname Torsten
  Nachname Niebling
  Institut Indtitut für Erziehungswissenschaft
  E-Mail t.niebling@gmx.de
  Projekttitel Jugend und Partizipation - Fallstudien zum Passungsverhältnis von Partizipation und Biographie
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung
Fragestellung und ZielsetzungDas Dissertationsvorhaben wird im Projektrahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Aktionsprogramms „Partizipation und Interkulturelle politische Bildung“ des Landes Hessen entwickelt und realisiert. Im Mittelpunkt steht die Frage nach den Erfahrungen, die Jugendliche mit Partizipation im Zuge ihrer Teilnehme an Partizipationsangeboten der Jugendarbeit machen und dem Passungsverhältnis mit den Vorerfahrungen, die sie biographisch gemacht haben.Die Studie setzt sich mit diesem Thema vor dem Hintergrund der Debatte um Partizipation von Kindern und Jugendlichen auseinander, die eingebunden ist in Diskussionen um vielfältig diagnostizierte gesellschaftliche Wandlungsprozesse und ihre Konsequenzen für Individuen, die Gesellschaft und das Politische und Soziale. Die Rede ist von Desintegrationserscheinungen, Legitimationsverlusten, Parteienverdrossenheit, Apathie, aber auch von Kinderrechten, Demokratie-Lernen, politischen, sozialen oder bürgerschaftlichen Engagement. „Partizipation“ spielt dabei oft die Rolle des Hoffnungsträgers, eines Mittels zur Krisenbewältigung - was sich u. a. in einer „langen Liste“ hoher, normativer Erwartungen und einer Reihe von Praxisangeboten und -konzepten niederschlägt, die kaum näher untersucht sind. Empirische Ergebnisse liegen nur begrenzt vor und berücksichtigen die Erfahrungswelten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in und um die pädagogisch intendierten Partizipationsangebote nicht. Diese Studie soll Partizipation aus der Perspektive der beteiligten Jugendlichen beleuchten:Wie erleben Jugendliche die Partizipationsmodelle? Welche identitätsbezogenen Erfahrungen (Indviduation/politische Sozialisation) machen sie dort?Welche Passungsverhältnisse bestehen zwischen diesen Erfahrungen und den biographischen Vorerfahrungen und Orientierungen in der Familie, in der Schule und im Freizeitbereich?Anlage der StudieIn die Untersuchung werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer von vier Partizipationsprojekten des Aktionsprogramms einbezogen. Dabei handelt es sich um Jugendliche eines niedrigschwelligen Angebotes des Jugendbildungswerkes im Landkreis Limburg-Weilburg, Mitglieder des Jugendforums der Stadt Wetzlar, Organisatoren einer Großveranstaltung innerhalb der DLRG-Jugend Hessen und Mitglieder der erlebnispädagogisch (BSJ Marburg e.V.) unterstützten Schülervertretung einer Gesamtschule in Marburg. Die Auswahl soll eine Vielfalt von Institutionellen Kontexten und strukturellen bzw. inhaltlichen Erfahrungsräumen gewährleisten; auch die Dauer der Einbindung variiert. Es sollen offene und projektorientierte Formen im Vordergrund stehen. Insgesamt werden 15 bis 20 Interviews themenzentrierte Leitfadeninterviews mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 25 Jahren durchgeführt.Die aktuelle Teilnahme an einem pädagogisch intendierten Partizipationsangebot bildet den Anlass und ersten thematischen Fokus der Interviews und die biographische Dimension partizipatorischer Vorerfahrungen in Familie, Schule und Freizeit den Gegenstand einer zweiten Phase der Interviews. Ziel der Studie sind empirisch fundierte Aussagen zu der spezifischen Perspektive von Jugendlichen auf Partizipationsprozesse und Varianzen der Passungsverhältnisse von lebensgeschichtlichen Erfahrungen und Partizipation, dargestellt anhand rekonstruierter Einzelfälle und themenbezogenen Kontrastierungen.Mit diesem inhaltlichen und methodischen Zuschnitt ergänzt die Studie die vorliegenden quantitativ-repräsentativen Ergebnisse (Bruner/Winklhofer) oder auf repräsentative Formen (Jugendräte, Jugendgemeinderäte, Jugendparlamente) begrenzten Untersuchungen (Möller, Hermann, Burdewick), indem sie die lebensweltlich-biographischen Erfahrungen der Jugendlichen untersucht.
  Zur Person
Ausbildung & Studium
Nach der Ausbildung zum Krankenpflegehelfer Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Philipps-Universität MarburgThema der Abschlussarbeit: "Zwischen Einschränkung und Ermöglichung. Eine Analyse der Lebenswelt von Jugendlichen in der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie"Berufstätigkeit in pädagogischen HandlungsfeldernKlinik Lahnhöhe im Zentrum für Soziale Psychiatrie Mittlere Lahn, Marburg: Arbeit mit dissozialen und drogenabhängigen Jugendlichen sowie psychisch kranken jugendlichen Straftätern im Maßregelvollzug (zwischen 1989 und 1998)Mitarbeit in einer Jugendwohngruppe des St. Elisabeth-Vereins in Marburg (1998/99)Wissenschaftliche TätigkeitenMitarbeit in der Forschungsgruppe "Jugend, Gewalt und Rechtsextremismus" am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg unter Leitung von Prof. Dr. Benno Hafeneger (seit 1998): mehrere empirische Studien zu rechten Jugendcliquen, rechter Jugendkultur sowie zu Personal und Politik rechtsextremer ParteienMitarbeit am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg für die wissenschaftliche Begleitung des Aktionsprogramms ‚Partizipation im Projektrahmen des Hessischen Jugendbildungsförderungsgesetzes' (Hessisches Sozialministerium, Projektleiter: Prof. Dr. Benno Hafeneger, 2000-2002): Begleitung und empirische Untersuchung der 24 geförderten PartizipationsangeboteMitarbeit am Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH (INBAS), Offenbach: Wissenschaftliche Begleitung des Projekts „Integrative Ansätze in der beruflichen Bildung - Ausbildung als Trainingsfeld für Integration und Toleranz“ an den Standorten: Darmstadt, Offenbach, Langen (2002-2004)Mitarbeit am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg für die wissenschaftliche Begleitung des Aktionsprogramms ‚Partizipation und interkulturelle politische Bildung' (Hessisches Sozialministerium, Projektleiter: Prof. Dr. Benno Hafeneger, 2003-2005): Begleitung und empirische Untersuchung der 17 geförderten ModellvorhabenVorträge & Fortbildungen für Mitarbeiter/innen aus der Jugendarbeit und Schule, Projekttage für Schulklassen, Lehraufträge an der Philipps-Universität Marburg
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Vorname Julia
  Nachname Estor
  Institut Inst. f. Erziehungswissenschaft
  E-Mail estor@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Die Auswirkungen von Geschwisterbeziehungen auf die weibl. Sozialisation
  Projektrahmen Promotion bei Prof. Elisabeth Rohr
  Projektbeschreibung
Im Projektrahmen der Dissertation mit dem Arbeitstitel "Die Auswirkungen von Geschwisterbeziehungen auf die weibliche Sozialisation" werden die persönlichkeitsbildenden, identitätsspezifischen und sozialisatorischen Einflüsse von Brüdern, Schwestern bzw. Brüdern UND Schwestern auf die weibliche Entwicklung in der frü´hen, mittleren und späten Kindheit beleuchtet. Zentrale Forschungsfragen beziehen sich hierbei auf die Entwicklung von geschlechtsspezifischen, v.a. geschlechtsrollenkonformen Verhaltensweisen innerhalb der Geschwistergruppe. Gleichwohl die Arbeit fernab der traditionellen Geschwisterpositionsforschung angelegt ist, werden in die Analyse Faktoren wie Altersabstand und Geschlechtszugehörigekeit des Geschwisterkindes einbezogen. Als grundlegendes Gerüst des Forschungsvorhabens dienen ausgewählte Sozialisationstheorien, die im Rahmen der Forschungsarbeit mit den - bislang sehr spärlichen - Ergebnissen der Geschwisterforschung integrativ verbunden werden, um auf diese Weise neue und innovative Erkenntnisse über die weiblichen Entwicklungsprozesse in der Beziehung zu einem Bruder resp. einer Schwester hervorzubringen. Weiterhin besteht die Forschung aus qualitativen biographischen Interviews mit Frauen des frühen Erwachsenenalters mit einer jüngeren/älteren Schwester oder einem jüngeren/älteren Bruder. Das tiefenhermeneutische Interpretationsverfahren dient als Auswertungsmethode dieser Interviews.
  Zur Person
Julia Estor, Dipl.-Päd., von 2000 bis 2002 wiss. Angestellte im Forschungsprojekt "Weibliche Adoleszenz im interkulturellen Vergleich" (Projektkoordinatorin: Elisabeth Rohr), von 2002 bis 2004 wiss. Angestellte im Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Philipps-Universität, seit 1.6.2004 wiss. Mitarbeiterin im Forschungsprojekt "Die Schattenseiten der Moderne: Weibliche Selbstschädigungsphänomene". Promotion seit 2000 im Inst. f. Erziehungswissenschaft, Lehraufträge am Institut zu weiblichen Körpervorstellungen, gestörten Körperwahrnehmungsformen und selbstschädigendem Verhalten bei Mädchen und jungen Frauen
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Vorname Angela
  Nachname Schmidt-Bernhardt
  Institut Institut für Schulpädagogik
  E-Mail angela.schmidt@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Weibliche Adoleszenz und Identitätsbildung von Spätaussiedlerinnen in Deutschland
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Erforschung von Bedingungen einer gelingenden Verarbeitung der Migrationserfahrungen junger Frauen als Voraussetzung für schulische Integration und nachhaltigen Bildungserfolg.
In der gegenwärtigen bundesdeutschen Schullandschaft sind weibliche jugendliche Spätaussiedlerinnen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion häufig in den Realschulen, den Gymnasien und den gymnasialen Oberstufen anzutreffen.
Wenn auch viele Anzeichen für eine schulische Integration und einen überzeugenden Bildungserfolg der jungen Frauen sprechen, so bleibt offen, inwieweit es sich bei den zu beobachtenden Phänomenen um nachhaltige, den weiteren Lebensentwurf prägende Eckpfeiler in der weiblichen Entwicklung handelt. Wie stabil die Leistungsorientierung in der Identität der jungen Frauen verankert ist und insofern ein wesentliches Moment ihrer Integration in die bundesrepublikanische Gesellschaft darstellt, ist eine offene Frage.
Indizien für die Nachhaltigkeit des Bildungserfolgs herauszuarbeiten, ist mir ein Anliegen dieser Forschungsarbeit.
In diesem Zusammenhang erforsche ich, worin schulische Integration und Bildungserfolg bei den jungen Frauen begründet sind und wo mögliche Gründe für defizitäre Prozesse in der schulischen und beruflichen Entwicklung liegen. Dazu gilt es den migratorischen Hintergrund und die geschlechtsspezifischen adoleszenten Entwicklungs- und Identitätsbildungsprozesse zu untersuchen. Die beiden Komplexe ´Migrationserfahrungen und Migrationsverarbeitung´ sowie ´Geschlechtsspezifische Identitätsbildung´ werden miteinander verknüpft, um die besonderen Bedingungen weiblicher Adoleszenz vor dem Migrationshintergrund zu beleuchten. Dies beinhaltet zum einen die Frage nach der Spezifizität der Mutter-Tochter-Beziehung. Hier ist von Interesse, wie sich unter Migrationsbedingungen die Berufsbiographien und die Lebenskonzepte der Mütter auf die Töchter auswirken; manifest werden die Auswirkungen in den Delegationen der Mütter an die Töchter ebenso wie in den Reaktionen der Töchter auf die professionelle Entwertung der Mütter in der Migration. Zum anderen beinhaltet es die Frage nach der Bedeutung der jeweils spezifischen Migrationserfahrung im adoleszenten Identitätsbildungsprozess. Die Erforschung der identitätsstiftenden Anteile der jeweiligen Sprachen, der ethnischen Zugehörigkeit und des kulturellen Bezugsrahmens gehört in diesen Kontext.
Datenerhebung:narrative Interviews mit jungen Frauen zwischen siebzehn und zwanzig Jahren, die im Alter von sieben bis elf Jahren aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in die Bundesrepublik Deutschland einreisten
Dateninterpretation:qualitative Inhaltsanalyse und tiefenhermeneutische Textinterpretation
  Zur Person
Studium der Romanistik und Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum; dreijährige Mitarbeit als DAAD-Lektorin an der Universität Bordeaux III / Frankreich; Referendariat für das Lehramt an Gymnasien in Frankfurt/Main; als Gymnasiallehrerin in Frankfurt/Main und seit 1996 in Homberg/Efze tätig; Weiterbildung zur Gruppenanalytikerin am Institut für Gruppenanalyse Heidelberg; Lehraufträge an der Gesamthochschule Kassel; Mitarbeit im Forschungsprojekt von Frau Prof. Dr. Rohr ´Weibliche Adoleszenz im interkulturellen Vergleich'; seit 2003 Pädagogische Mitarbeiterin am Institut für Schulpädagogik
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Vorname Monika
  Nachname Roscher
  Institut Sportwissenschaft und Motologie
  E-Mail roscher@mailer.uni-marburg.de
  Projekttitel Bewegung, Wahrnehmung, Erfahrung
  Projektrahmen Habilitation
  Projektbeschreibung
Jene Untersuchung begann mit der Frage, wo wir im Gestalten einer Bewegung ein freies Bewegen aufdecken und entwickeln können. Ausgehend von der These, dass durch das bewusste Üben ein achtsames Bewegen erarbeitet werden kann, entwickelte sich ein Ergründen des gegenwärtigen Da-Seins im Bewegen.Im Gestalten können wir das Entfalten des Bewegens auf besondere Weise erfahren, da die Anwesenheit des Anderen uns unentwegt drängt, unsere Aufmerksamkeit auf unser Bewegen zu werfen. Jener Macht des Zuschauers können wir nur durch ein geistesgegenwärtiges Einsteigen in das Geschehen entgegen treten. Indem wir unseren Geist nicht ablenken, sondern in unserem Bewegen anwesend sind, ihn in unsere Welt integrieren und objektivieren, können wir uns aus der Transzendenz, der distanzlosen Anwesenheit des Anderen befreien und unsere Aufmerksamkeit selbst lenken, achtsam sein. Auf jenem Wege des achtsamen Übens können wir unsere Freiheit im Bewegen entdecken und das Lebendige im Gestalten sichtbar werden lassen.Anlehnend an die Forschungsergebnisse aus dem Projekt "Bewegung und Gestaltung" erfolgt nun eine kulturanthropologische Bestimmung des menschlichen Bewegens unter der Perspektive, ästhetische Erfahrung als bewegungsspezifische Dimension von Bildung zu konzipieren. Durch eine grundlegende Theoriebildung und anwendungsbezogene Aufklärung des Bewegungslernens sollen im Sinne einer anthropologisch begründeten Bewegungslehre Prinzipien für eine Methodik eines erfahrungsorientierten Lehrens entwickelt werden.
  Zur Person
ROSCHER, Monika, Dr. (geb. 1976); Doktor der Sportwissenschaft; seit 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sportwissenschaft und Motologie der Philipps-Universität Marburg; zuvor Universität Hamburg; Schwerpunkte in Lehre und Forschung: Wahrnehmung und Gestaltung von Bewegung, Methodik im Turnen, Tanzen und Wintersport
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Vorname Karin
  Nachname Krah
  Institut Institut für Erziehungswissenschaft
  E-Mail krah@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Schmerzerfahrungen im Alltag von 20- bis 45-jährigen Frauen und Männern - Zum Umgang mit wiederkehrenden Schmerzen als gesundheitsbezogene kulturelle Alltagspraxis
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung Gesundheitsförderung zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden (WHO 1986). Bislang ist allerdings sehr wenig über die gesundheitsbezogene kulturelle Alltagspraxis von Menschen bekannt, d.h. darüber, was sie konkret im Alltag tun, um ihre Gesundheit zu erhalten und zu verbessern (Faltermaier 1994). Um entsprechende Maßnahmenkataloge der Gesundheitsförderung zu entwickeln, ist daher ein möglichst alltagsnahes Verständnis von gesundheitsbezogenem Handeln nötig. Dazu soll meine Arbeit einen Beitrag leisten. Dabei soll dem Gesundheitserleben und -handeln im Alltag anhand des Erlebens alltäglicher Schmerzen und des Umgangs damit nachgegangen werden. Insbesondere nicht-pathogene Kopf-, Nacken-, Rücken oder Bauchschmerzen sind weit verbreitet und ein typisches Beispiel für gesundheitliche Beeinträchtigungen im Zwischenbereich von Gesundheit und Krankheit. Forschungsfragen sind: Wann Menschen betrachten ihre alltäglichen Rückenschmerzen als Krankheit, wann als Symptome „normaler“ Alterungsprozesse und wann als „chronisches“ Gesundheitsproblem? Wie reagieren Menschen, wenn solche wenig spektakulären, wenn auch teilweise sehr stark beeinträchtigenden Schmerzen bei ihnen auftreten? Wem erzählen sie davon und wem nicht? Über welche Schmerzen spricht man am liebsten gar nicht? Was unternehmen Menschen konkret, um sich trotz der Schmerzen ihr gesundheitliches Wohlbefinden zu erhalten oder wiederherzustellen? Welche Rolle spielen ihre Lebenskontexte, die Qualität ihrer wichtigsten sozialen Beziehungen? Welche Bedeutung haben insbesondere biographische Erfahrungen gewaltförmiger Interaktionen? Obwohl alltägliche Schmerzen ein anschauliches Beispiel für das selbstverständliche alltägliche Gesundheitserleben und –handeln sind, wurden sie bislang in den Sozialwissenschaften nicht näher untersucht. In einer qualitativen Befragungsstudie wurden daher ca. 80 problemzentrierte Interviews mit Interviewpartnern zwischen 20 und 45 Jahren durchgeführt, d.h. in einer Altersgruppe, die insgesamt eher als gesund gilt, bei der sich empirischen Befragungen zufolge jedoch diverse Schmerzzustände häufen. Die Auswertung der Daten erfolgt nach der Methode empirisch gestützter Typenbildung (Kluge 1999) und mit Hilfe des computergestützten Textanalysesystem MAXQDA. Theoretische Bezüge sind gesundheitstheoretische und handlungstheoretische Konzepte. Für die Präsentation sollen erste vorläufige Ergebnisse vorgestellt werden, die einen Einblick darin geben sollen, a) wie unterschiedlich Menschen Schmerzen erleben, b) wie dabei diverse biologische, soziale, psychologische sowie gesellschaftlich-kulturelle Einflussfaktoren zusammenspielen sowie c) wie unterschiedlich biographische Gewalterfahrungen – in subjektiver wie „objektiver“ Perspektive - in ihrer Auswirkung auf die gesundheitliche Verfassung erlebt und bewertet werden.
  Zur Person
Karin Krah war 15 Jahre in der ambulanten und stationären sozialpädagogischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien, als Lehrbeauftragte der Fachhochschule Frankfurt am Main und in der Funktion als wissenschaftlicher Mitarbeiterin in verschiedenen Projekten der Gesundheits- und Frauenforschung tätig. Diese beinhalteten die Befragung von Drogenabhängigen auf der offenen Frankfurt Drogenszene, die bundesweite Evaluation von Drogenhilfeeinrichtungen für Mädchen und Frauen; die Förderung von Selbsthilfeprojekten in den Neuen Bundesländern; eine Sekundäranalyse zu Schmerzen und Schmerzmittelkonsum aus vier bundesweiten Gesundheitssurveys; eine Literaturstudie zum Konsum und zur Abhängigkeit von Medikamenten bei Frauen und Mädchen; eine qualitative Befragungsstudie zum Thema Schmerzerleben und -bewältigung bei Frauen und Männern (Teil ihres Dissertationsvorhabens); qualitative und quantitative Evaluationsstudien zur Arbeit von hessischen Frauenprojekten und zur theoriegestützten Reflexion von Handlungskompetenz in Praktika von Sozialpädagogik-StudentInnen; qualitatives Forschungsprojekt zu Frauen-Internet-Netzwerken.Neben einer Reihe von Vorträgen, Schulungen zu Methoden der qualitativen Sozialforschung sind diverse Veröffentlichungen, z.B. im ersten Bundesfrauengesundheitsbericht (2001) nennenswert. Frau Krah ist zur Zeit wissenschaftliche Mitarbeiterin im von der DFG geförderten Forschungsprojekt "Familiale Bildungsstrategien als Mehrgenerationenprojekt. Bildungs- und kulturbezogene Austauschprozesse zwischen Großeltern, Eltern und Enkeln in unterschiedlichen Familienkulturen", das am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Peter Büchner durchgeführt wird.
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Vorname Mathias
  Nachname Wierth-Heining
  Institut Institut für Erziehungswissenschaft
  E-Mail m.wierth-heining@web.de
  Projekttitel Die Bedeutung von Filmerzählungen für jugendliche Cliquen: Rezeptionsprozesse populärer Filme am Beispiel dreier weiblicher Peer-groups
  Projektrahmen Promotion (frisch abgeschlossen)
  Projektbeschreibung
Die Forschungsarbeit untersucht, wie narrative, fiktive Filme für drei Mädchen-Cliquen bedeutsam wird. Der Fokus liegt dabei auf den Rezeptionssituationen und -prozessen. Obwohl die medienpädagogische Rezeptionsforschung (sei es die strukturanalytische oder sozialökologische Rezeptionsforschung, der Ansatz der symbolischen Vermittlung oder die aktuelle kontextuelle Mediatisation) sich verschiedenen Kontexten der Rezeption zugewandt hat und zuwendet, bleiben die einzelnen Prozesse der Rezeption empirisch im Dunkeln. Dies gilt besonders für gemeinsame Rezeptionen, obgleich Filmsehen häufig ein geselliges Ereignis Jugendlicher ist. Aus diesem Grund lautet(e) die forschungsleitende Frage der Dissertation: In welcher Art und Weise werden narrative Filme für die Mädchen-Cliquen bedeutungsvoll? In der Untersuchung zeigt sich, dass eine Unterteilung in die vor-, eigentliche und nach-rezeptive Phase notwendig erscheint, um die Bedeutungskonstitutionen adäquat erfassen zu können. Jede Phase verweist auf einen spezifischen Modus der Rezeption, in dem sich Filmelemente unterschiedlich angeeignet werden. Außerdem zeigt sich, dass die Bedeutung von Film(element)en auf verschiedenen Ebenen ergibt: kontextuell, intertextuell, individuell und sozial. Letzteres deutet darauf hin, dass die Charakteristika der Freundschaftsbeziehungen in den Cliquen wesentlichen Einfluss auf Bedeutungen und damit auf den identitätsbildenden Aspekt der Aneignung nehmen. Auf der Grundlage der Rezeptionsanalysen und Ergebnisse können konkrete Angaben zu einer Filmkompetenz getroffen werden.
  Zur Person
Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Schwerpunkte: Jugend-/Jugendkulturforschung, Rezeptionsforschung, Medienpädagogik, mediale Gewalt. Mehrere Vorträge und Veröffentlichungen zur (jugendlichen) Filmrezeption, medialen Gewalt, Rezeption und zum identitätsbildenden Umgang mit Medien.
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Vorname Mike
  Nachname Pott-Klindworth
  Institut Sportwissenschaft & Motologie
  E-Mail PottKlindworth@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Schulsportforschung und Professionalität
  Projektrahmen Forschungsprojekt
  Projektbeschreibung wird nachgereicht...
  Zur Person Dr. Mike Pott-Klindworth (Jahrgang 1972) Lehramtsstudium mit den Fächern Sportwissenschaft und Physik an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg. Promotion zu sozialer Unterstützung in ambulanten Herzgruppen. Seit 2001 wiss. Mitarbeiter im Arbeitsbereich Bewegungs- und Sportpädagogik am Institut für Sportwissenschaft und Motologie.
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Vorname Thorsten
  Nachname Dresing
  Institut Institut für Erziehungswissenschaft
  E-Mail dresing@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Entwicklung und Evaluation einer interdisziplinären Online-Lehrveranstaltung ‚Computerunterstützte Text- und Inhaltsanalyse' - Didaktische Struktur, opensource Plattform und interdisziplinäre Kooperation
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung

Das Projekt beinhaltet die Entwicklung einer didaktischen Seminarstruktur für Onlineseminare, einer opensource Lernplattform und die mehrfache Seminardurchführung und -evaluation zum konkreten Seminarinhalt "Einführung in die computerunterstützte Text- und Inhaltsanalyse". Für die Seminarevaluation werden Interviews und Forenbeiträge der Teilnehmenden analysiert (Grounded Theory, Sequenzanalyse, quantitative Satz-für-Satz Analyse). Vermutet wird ein Zusammenhang zwischen dem Lernstil der Teilnehmenden (Learning Style Inventory nach Kolb 1999) und dem Lernerfolg im kooperativen und problemorientierten Online-Lernsetting. Ziel ist es, eine übertragbare didaktische Seminarstruktur und technische Plattform für andere Seminarinhalte und Fachbereiche zu entwickeln und bereitzustellen und Aussagen über einen möglichen Einfluss des individuellen Lernstils auf das Onlinelernverhalten zu treffen.
Die Online-Lehrveranstaltung greift den Ansatz des Blended Learning auf und kombiniert Lernen in Präsenzphasen mit dem Einsatz elektronischer Kommunikations- und Kooperationsmedien. Die hybride Lehrveranstaltung ist speziell für Studienanfänger der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ohne Vorkenntnisse im Bereich der qualitativen Sozialforschung gedacht. Inhaltlich wird das Themengebiet Text- und Inhaltsanalyse auf "authentische" und praktische Weise in sechs aufeinander aufbauenden Themenblöcken erschlossen. Basierend auf Verfahren wie der Grounded Theory oder der Inhaltsanalyse nach Mayring wird methodisches Fachwissen durch verschiedene, aktivierende Methoden erweitert, reflektiert und in einem kleinen Forschungsprojekt konkret angewendet. Der Kern der didaktischen Seminarkonzeption wird durch eine einfach zu bedienende Online-Lernumgebung umgesetzt, die Chats für die synchrone Kommunikation und Foren zur Diskussionen und den Austausch von Dokumenten bereitstellt. Diese wurde auf der Basis einer ausgezeichneten Forensoftware und verschiedener Plattformevaluationen und Kriterienkataloge (Baumgartner 2003 u.a.) in fünf Monaten Entwicklungszeit programmiert. Die entwickelte Plattform kann von anderen Universitäten kostenfrei genutzt werden und wurde bereits von der Nixdorff Stiftung und Bertelsmann ausgezeichnet: http://www.textanalyse.com/#presse
Das Hybridseminar ist die umfassendste, virtuell unterstützte Lehrveranstaltung am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Das Gesamtprojekt ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt, daher beinhaltet die Seminarkonzeption eine methodenkritische, summative und formative Evaluation. Sie ist mit Blick darauf entworfen, eine kontinuierliche Reflexion und Weiterentwicklung des didaktischen und technischen Konzeptes zu gewährleisten. Die hybride Lehrveranstaltungskonzeption verbindet in bestem Maße Präsenzphasen und virtuelle Komponenten und bietet damit einen ausgewogenen Methodenmix, um Lernprozesse anzuregen. Der Inhalt und Ablauf des Seminars entwickelt sich stets weiter. Unter anderem auch durch die laufende Seminarevaluation und aus den Anregungen der StudentInnen der letzten Semester. Das Evaluationsmaterial (24 problemorientierte, leitfadengestützte Interviews, 1500 Seiten Forentexte, 75 Befragungs- und Universitätsevaluationsbögen etc.) wurde bereits erhoben und bisher 3 Hybridseminare durchgeführt. Das aktuelle Hybridseminar (SS04) findet als Verbund von StudentInnen der Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel und StudentInnen der Erziehungswissenschaften der Philipps-Universität Marburg statt. Im nächsten Semester findet die Veranstaltung als Kooperation zwischen der HU Berlin, der Universität Hamburg und Marburg statt.

  Zur Person
Dipl. Päd. Thorsten Dresing (Jahrgang 1974), Studium der Erziehungswissenschaften 1995-2000 mit Auszeichnung, seit 2000 wiss. Mitarbeiter bei Prof. Kuckartz und Doktorand am Fachbereich Erziehungswissenschaften, selbstständig tätig als Dozent für Lehr- und Lerngestaltung (z.B. Office und MAXqda - www.dresing-pehl.de).
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Vorname Gaby
  Nachname Schreder
  Institut Institut f. Schulpädagogik
  E-Mail schreder@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Lehren und lernen aus Schüler/innensicht
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung Lehren und Lernen aus Schüler/innensicht im Politikunterricht der gymnasialen Oberstufe Lernen ist individuelle Konstruktionsarbeit. Fachbezogenes Lernen im Unterricht und zu Hause erfolgt nach bestimmten individuellen Mustern und lernbiografischen Gegebenheiten. Die Dissertation ist ein Beitrag zu einer lernerorientierten Fachunterrichtsforschung. Sie vermittelt Einblicke in das individuelle Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler und deren Aneignung von Politikunterricht. Gleichzeitig liefert die unterrichtsnahe und anwendungsbezogene Untersuchung Daten, die für die methodisch-didaktische Gestaltung des Politikunterrichts von Bedeutung sind. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt der qualitativ angelegten Untersuchung: - Welche Faktoren bestimmen das Lernen der Schülerinnen und Schüler? - Wie gestalten und begründen sie ihre subjektiv relevanten Lernprozesse? - Wie nehmen Schülerinnen und Schüler den Politikunterricht wahr und welches Aneignungsinteresse haben sie? Zentrales Anliegen der Untersuchung ist es, dem Unterrichtsgeschehen möglichst nahe zu kommen und neben der direkten Unterrichtsbeobachtung über Videomitschnitte und Unterrichtsprotokolle die Wahrnehmung und Aneignung von Unterricht aus der Schülerperspektive zu rekonstruieren. Die Datenerhebung beruht auf folgenden Erhebungsmethoden: - Fragebogen - Gruppeninterview - Unterrichtsbeobachtung - Analyse von Lerntagebüchern - Einzelinterviews zum Abschluss der Untersuchung Anwendungsbezogene Ergebnisse für die Schule sind neben grundlegenden neuen Erkenntnisse über den Umgang mit Politikunterricht und das fachbezogene Lernen in der gymnasialen Oberstufe Fragebögen zur Ermittlung des Lernstands, Lerntypenportraits sowie Handreichungen zum Führen eines Lerntagebuchs für die Hand des Lehrers.
  Zur Person Ich bin Lehrerin im Hochschuldienst mit langjähriger Praxiserfahrung. Die Fragestellung der Untersuchung entstammt aus meiner schulischen Praxis: Wie kann ich mehr über das Lernen meiner Schülerinnen und Schüler erfahren und dadurch meinen Unterricht effezienter gestalten. Mit diesem Forschungsprojekt will ich eine Forschungslücke im Bereich anwendungsbezogener Unterrichtsforschung schließen. Das Projekt ist in Kooperation mit einem Gymnasium entstanden und hat bereits in den Fragestellungen Bedürfnisse der Schule nach weitergehenden Einblicke in das Lernverhalten ihrer Schüler berücksichtigt. Die Ergebnisse werden der Schule zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig präsentiert dieses Projekt auch Neuansätze in einer forschungsorientierten Lehrerbildung. Der empirische Teil der Arbeit wurde mit einem Forschungsseminar in der Lehrerausbildung durchgeführt. Für Studierende bestand die Möglichkeit einen forschenden Umgang mit der Unterrichtspraxis kennen zu lernen. Allgemein betrachtet dienen die Untersuchungsergebnisse der Verbesserung von Unterrichtsqualität.
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Vorname Uwe
  Nachname Feldbusch
  Institut Institut für Erziehungswissenschaft
  E-Mail feldbusc@staff.uni-marburg.de
  Projekttitel Aspekte selbstgesteuerten Lernens in der Weiterbildungspraxis
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung

Das Weiterbildungssystem und die Organisation von Weiterbildung unterliegen einen ständigen Wandel und Veränderungsprozessen, die sich in der Gegenwart noch beschleunigt haben. Als Gründe hierfür sind u.a. die technische Entwicklung, die fortschreitende Mediatisierung der Gesellschaft, sowie politische Vorgaben zu nennen. Hieraus resultieren veränderte Qualitätsansprüche und eine erhöhte Anforderung an die selbstverantwortliche Steuerung des individuellen Lernprozesses, als wichtige Einflußgrößen in der Weiterbildung. Dies geschieht vor dem Hintergrund zunehmender Finanzierungsprobleme durch rückläufige öffentliche Zuwendungen. Die gewandelten Anforderungen werden das Kursgeschehen und damit das konkrete Lehr- und Lernverhalten unmittelbar verändern. Die Reaktion der Bildungspraxis auf diese Sachverhalte sind neue Lernarrangements. In den 1990er Jahren wurde in der Weiterbildung eine breite wissenschaftliche Auseinandersetzung über neue Lernkulturen geführt, zumeist ausgelöst durch den Trend, das individuelle Lernen sowie die Lernmöglichkeiten zu fokussieren. Als deutlicher Wandel für alle Bildungsbereiche zeichnet sich ab, daß die Didaktisierung nun über den Einsatz von neuen Medien, Projekt- und Teamarbeit sowie persönliche Lernberatung erfolgen soll. Neben den zahlreichen Konsequenzen und damit auch Veränderungen, die für die Lehrenden entstehen, hat dies auch Auswirkungen auf die Lernenden. Von ihnen wird erwartet, daß die größere Selbstbestimmung im Lernprozess und der bessere individuelle Zuschnitt der Lernsituation ihre Lernbereitschaft erhöhen. Angenommen wird, daß auf diese Art und Weise die Voraussetzung für permanentes Lernen geschaffen wird. Fakt ist allerdings, daß es zu den Anforderungen an neues Lehren und Lernen und den entsprechenden Erfahrungen aus der Praxis wenig gesicherte Erkenntnisse gibt. Neben der angemahnten Notwendigkeit, neue Lehr- und Lernkulturen zu implementieren, wird auch auf mögliche Schwierigkeiten, Problemfelder und Forschungsbedarfe hingewiesen: mögliche Lernwiderstände, Wissenszentrierung des Lernhandelns, Lehrhandeln als Entscheidungshilfe, Selbststeuerung und Lernziele. In der Arbeit wird untersucht, wie Teilnehmer/Innen von Bildungsangeboten der allgemeinen Erwachsenenbildung auf veränderte Formen von Lehrangeboten reagieren. Es wird von der These ausgegangen, daß vor dem Hintergrund der „Wissensgesellschaft“ und den sich erhöhenden Anforderungen an Lernende, neue Kompetenzen ausgebildet werden müssen, um diesen gerecht zu werden. Diese These soll im ersten Teil der Arbeit aus bestehenden Überlegungen und vorliegenden Forschungsergebnissen entwickelt werden. Sämtliche, an der Diskussion um „selbstgesteuertes Lernen“ beteiligten Protagonisten, verweisen auf „Anforderungskataloge“, deren Inhalte sich Lernende anzueignen haben, um den erhöhten Anforderungen gerecht zu werden. Bislang liegen jedoch nur wenig Untersuchungen und Informationen darüber vor, wie Lernende diese Lernform eigentlich beurteilen und welche Vor- und Nachteile sie bei dieser Lernform wahrnehmen. Vor diesem Hintergrund steht der Hauptteil der Arbeit, die Untersuchung der Akzeptanz und der Möglichkeiten von neuen Lehr- und Lernformen. Zu diesem Zweck wird Lernenden an der Volkshochschule ein Angebot unterbreitet, daß durch eine Form der Selbstlernarchitektur mit stärkerer Betonung von Präsenzphasen und Integration kursorischer Elemente gekennzeichnet ist. Feste Begleitende Elemente sind das Lerntagebuch, Lernberatung, Lernpraktiken, die eine Verbindung von Wissensvermittlung und eine Steigerung der Lernreflexivität ermöglichen sollen. Durch qualitative Begleitforschung soll die Lernerperspektive auf die neuen Anforderungen herausgearbeitet werden, die sich durch das selbstgesteuerte Lernen ergeben.

  Zur Person
Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie, sowie der Volkswirtschaftslehre in Marburg. Diplom in Erziehungswissenschaft im Frühjahr 2001 (Schwerpunkt: Erwachsenenbildung/Ausserschulische Jugendbildung). Seit Herbst 2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philipps-Universität Marburg, Institut für Erziehungswissenschaft. Begleitend seit 1998 Kursleiter an Volkshochschulen im EDV-Bereich.
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Vorname Katrin
  Nachname Wahl
  Institut Institut für Erziehungswissenschaften
  E-Mail barbel.wahl@t-online.de
  Projekttitel Der Umgang mit Medien als alltagskulturelle Praxis in familialen Mehrgenerationszusammenhängen
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung

In der Dissertation wird der Umgang mit Medien in unterschiedlichen Familienkulturen aus einer Drei-Generationen-Perspektive untersucht. Dabei interessieren besonders die habitualisierten Umgangsformen mit Medien, wie sie im medienbezogenen Denken und Handeln von Enkeln, Eltern und Großeltern deutlich werden. Wie, so wird gefragt, sehen familienspezifische Gebrauchsweisen von unterschiedlichen Medien aus und mit welchen sozialen Anerkennungsprozessen sind diese jeweils innerhalb der Familie und darüber hinaus verbunden? In Anbetracht einer zunehmenden Mediatisierung aller gesellschaftlichen Lebensbereiche sollen dabei auch soziokulturelle und zeitgeschichtliche Entwicklungszusammenhänge mit in den Blick genommen werden.
Ausdrücklich sind mit Medien deshalb nicht nur neue, sondern auch die „alten“ Medien gemeint. Gerade wenn die medienbezogene Weitergabe und Aneignung über mehrere Generationen hinweg untersucht werden soll, ist es wichtig, nach der Bedeutung zu fragen, die unterschiedliche Medien für verschiedene Familienmitglieder haben können (Buch bei der Großmutter, Computer beim Vater oder Videorecorder beim Enkel) bzw. wie sich der Stellenwert bestimmter Medien im Laufe der Zeit (insbesondere auch individual- und familienbiographisch) verändert.
Unter anderem ist dabei von Interesse, inwieweit sich zwischen den herauszuarbeitenden unterschiedlichen familienkulturellen Mustern des Mediengebrauchs und ihrer jeweiligen (auch generationenspezifischen) Bewertung Zusammenhänge herstellen lassen zur sozioökonomischen Ausgangslage der Familie, festgemacht an der Zusammensetzung und dem Ausmaß der verfügbaren Ressourcen (ökonomisches, kulturelles, soziales Kapital).
Aus ungleichheitstheoretischer Perspektive wird mit Bourdieu davon ausgegangen, dass sich durch das medienbezogene kulturelle und soziale Transmissionsgeschehen in der Mehrgenerationenfamilie unterschiedliche Gelegenheitsstrukturen herstellen, die mit Eröffnungen aber auch Verschließungen bezogen auf die kulturelle Teilhabefähigkeit und soziale Anschlussfähigkeit der Familienmitglieder einhergehen.
Dabei geht es nicht nur um die Analyse des Umgangs mit Medien als Quelle vertikaler sozialer Ungleichheit. Auch medienbezogene Aspekte horizontaler sozialer Differenzierung z.B. nach Geschlecht und Generation sollen als ungleichheitsrelevante Dimensionen herausgearbeitet werden. Dabei spielen die unterschiedlichen Wertigkeiten, also das Ausmaß an sozialer Wertschätzung, das mit dem Ausmaß und der Art der Nutzung spezifischer Medien verbunden ist, eine wichtige Rolle. Deshalb bietet es sich an, die Prozesse der medienbezogenen Weitergabe und Aneignung im familialen Mehrgenerationenzusammenhang als Herstellung von sozialen Anerkennungsverhältnissen zu begreifen. Dies schließt die Herstellung der damit verbundenen (historisch sich verändernden) sozialen Bewertungssysteme mit unterschiedlichen Anerkennungschancen ein und muss sich sowohl auf familieninterne Anerkennungskonstellationen als auch auf über die Familie hinausreichenden Anerkennungsarenen beziehen.
Der Umgang mit Medien wird als ein wichtiges Element von kulturellen Alltagslebens von Familien verstanden. Am Beispiel Medienumgang sollen also daher (strukturell homologe) kulturelle Praxisformen herausgearbeitet werden, welche Ausdruck familienspezifischer, alltagskultureller Gebrauchsweisen sind. Deshalb bietet sich an, aus dem vorliegenden Material eines laufenden DFG-Projekts zur familiale Weitergabe und Aneignung von Bildung und Kultur im familialen Mehrgenerationenzusammenhang eine gezielte Auswahl von fünf Familien zu treffen, in denen das Transmissionsgeschehen unterschiedliche Medienbezüge erkennen lässt. Das vorliegende umfangreiche empirische Material dient als Ausgangspunkt für eine erste Bildung von Kategorien und Indikatoren im Sinne der Grounded Theory. Mit ihnen soll dann ein tieferer Zugang zur Feinstruktur der familialen Medienwelten erschlossen werden, indem mit jeweils einem Generationenertreter der fünf Familien ein leitfadengestütztes Einzelinterviews mit medienbezogenem Schwerpunkt geführt werden soll. Zum Abschluss der Datenerhebung sind Gruppendiskussionen mit den Familien geplant, die auf der Basis der bis dahin erhobenen Daten konzipiert werden, um der „sozialen Logik“ des konjunktiven Erfahrungsraums Familie im Feld der medienbezogenen kulturellen Alltagspraxis genauer auf die Spur zu kommen.
Das Dissertationsthema wird im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts „Familiale Bildungsstrategien als Mehrgenerationenprojekt“ unter der Leitung von Professor Peter Büchner im Institut für Erziehungswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg bearbeitet.

  Zur Person Studium der Soziologie an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt mit Schwerpunkt Mediensoziologie, Empirische Sozialforschung, Sozialpsychologie und Strafrecht. Nach Diplom mehrere Jahre angestellt als Redakteurin einer Tages- und Wochenzeitung in Neumünster (Themenschwerpunkte Lokales, Soziales, Zeitgeschehen). Nebenbei als freie Autorin tätig, u.a. im Auftrag der Stadt Neumünster Erstellung von Künstlerbiografien bzw. -porträts. Seit 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim DFG-Projekt Familiale Bildungsstrategien als Mehrgenerationenprojekt unter Leitung von Professor Peter Büchner.
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Vorname Christof
  Nachname Heim
  Institut Institut für Sportwissenschaft und Motologie
  E-Mail mayheim@t-online.de
  Projekttitel Gesundheitsförderung und Bewegung in Schule und Unterricht
  Projektrahmen Promotion
  Projektbeschreibung

Es besteht in zahlreichen gesundheitswissenschaftlichen Arbeiten und Erhebungen der vergangenen Jahre Konsens darin, dass es bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland durch die heutigen Lebens- und Umweltbedingungen zu einer Veränderung und Ausweitung des Krankheitspanoramas in Richtung chronische Erkrankungen, psychosomatische Krankheiten, emotionale Befindlichkeitsstörungen und psychische Auffälligkeiten (vgl. z.B. KOLIP 1995; HURRELMANN u. a. 2003) sowie zu Ernährungsstörungen, vor allem in Form der Adipositas, kommt. Da die Institution Schule umfassend auf die außerschulische Lebenswirklichkeit vorbereiten soll, wird an sie auch das Anliegen einer Förderung der Gesundheit herangetragen. Die Gesundheitserziehung bzw. -förderung richtet sich jedoch nicht an ein einzelnes Fach, sondern ist als fächerübergreifender Anspruch formuliert. In diesem Netzwerk von Fördermöglichkeiten wird dem Fach Sport bzw. der Bewegungsförderung im Schulalltag in der Regel eine wichtige Position eingeräumt. Die bisherigen Strategien zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen waren jedoch stets auf die Krankheiten, sprich die medizinisch objektive Ebene, gerichtet. Den Krankheiten sollte mittels einer Gesundheitserziehung in ausgewählten Fächern (z.B. Sport, Biologie) begegnet werden. Ungeachtet der nachgewiesenen Erfolglosigkeit von Gesundheitserziehung, ist eine derartige Vorgehensweise in Anbetracht der gegenwärtigen Beeinträchtigungen als völlig unzureichend anzusehen. Wie die gegenwärtige gesundheitswissenschaftliche Forschung zeigt, ist heute ein Gesundheitsverständnis erforderlich, das die subjektive Bewältigung von Belastungen mit den individuell verfügbaren Ressourcen, die es zu stärken gilt, im Sinne einer Selbstsorge in den Mittelpunkt stellt. Dieser Perspektivenwechsel hat sich mittlerweile auch in zahlreichen Initiativen, wie in dem Bericht der KMK vom 5.-6. November 1992 „Zur Situation der Gesundheitserziehung in der Schule“ exemplarisch nachzulesen ist, durchgesetzt. Hierbei geht es nicht mehr nur um das Vermeiden von Krankheiten, sondern auch und vor allem um die Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Die Gesundheitsförderung ist fachübergreifend und auf die gesamte Schule, inklusive Schulleben, zu beziehen. Bei der Umsetzung in die Praxis kommt es dabei jedoch zu Widersprüchlichkeiten. Unter dem Namen der Gesundheitsförderung wird weiterhin Gesundheitserziehung, sprich die ausschließliche Fixierung auf Krankheiten, betrieben. Diese ist zudem weiter an eine begrenzte Fächerauswahl gebunden. Unterstützt wird dies durch vorherrschende begriffliche Schwierigkeiten und Differenzierungsprobleme bezüglich des Verständnisses von Gesundheitserziehung und Gesundheitsförderung. So spricht man beispielsweise in der thüringischen „Empfehlung für das fachübergreifende Thema Gesundheitserziehung“ explizit von Gesundheitserziehung, betont aber, dass man darunter Gesundheitsförderung verstanden wissen will (THÜRINGER KULTUSMINISTERIUM 1999, 8). Auch der hessische Lehrplan spricht immer noch von Gesundheitserziehung. Das Dissertationsprojekt befasst sich vor diesem Hintergrund mit der Frage, ob Schule in ihrer derzeitigen Verfasstheit und Bildungskonzeption überhaupt in der Lage ist, dem Anspruch einer Gesundheitsförderung im Sinne der Stärkung subjektiver Ressourcen gerecht zu werden. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass eine solche Konzeption von Gesundheit überhaupt nur als durchgängiges Prinzip im Schul- und Unterrichtsleben wirksam werden kann und nicht als Erziehungsmaßnahme und fachliche Wissensvermittlung über Gesundheit bzw. Übung von sinnentleerten Aktivitäten. Dazu muss Gesundheit in ein Bildungsverständnis eingebunden sein, das Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten eröffnet, Schule als gesundheitsfördernden Lebensraum zu erleben und zu erfahren und aus eigenem Engagement sinnstiftende gesundheitsfördernde Aktivitäten wahrzunehmen, die die individuellen Ressourcen stärken. Gesundheitsförderung korrespondiert dann mit einer Bildungskonzeption in der Bewegung eine Form des Weltverstehens als Sich-Bilden meint, die sich diesem Gedanken folgend zur Konzeption einer Gesundheitsbildung verdichtet. Dazu ist zunächst eine begriffliche und theoretische Fundierung von Gesundheitsförderung erforderlich. Mit der Darstellung aktueller Facetten zum Gesundheitsverständnis, der Definition von Gesundheitsförderung und den Inhalten der „Ottawa-Charta“ als theoretischer Basis für eine schulische Gesundheitsförderung mit Bezügen zu bildungstheoretischen Überlegungen, lässt sich der grundlegende Theorierahmen dieser Arbeit abstecken. Auf dieser Grundlage werden dann die Perspektiven für eine bewegungsorientierte Gesundheitsförderung und die Umsetzungsmöglichkeiten herausgearbeitet. Wenn Schule also in diesem Sinne einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten kann, dann besteht dieser darin, den gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Kindern und Jugendlichen dadurch zu begegnen, dass sie über die Selbstaktivierung, verstanden als bewegungsbezogene Zugangsweise zur Welt, ihre individuellen Ressourcen zu stärken lernen. In dieser Arbeit soll daher den Möglichkeiten der Körperwahrnehmung und der Bewegungsaktivität als Teil der Gestaltung eines gesundheitsfördernden schulischen Lebens- und Lernraumes die zentrale Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zu fragen ist, mit welcher Bewegungskonzeption und welchen Angeboten und Gestaltungselementen eine Gesundheitsbildung zur Stärkung der individuellen Ressourcen möglich ist und wie diese im schulischen Lebens- und Lernraum im fächerübergreifenden Zusammenhang sowie im Bewegungs- und Sportunterricht verankert werden können. Körperliche Bewegung hat nachweislich Einfluss auf die Lebensqualität des Menschen. Explizit kann mittels Bewegung das objektive und subjektive Befinden von Menschen gestärkt werden. In einem weiteren Schritt dieser Arbeit soll daher überprüft werden, ob mittels der Konzeption der Bewegten Schule, die ja die Verhältnisebene im Sinne des schulischen Lebensraumes einschließt, die Ansprüche einer bildungsorientierten Gesundheitsförderung realisiert werden können.

  Zur Person
Lehramtsstudium in den Fächern Sport und Politik/Sozialkunde an der TU Darmstadt und der Philipps-Universität Marburg - Abschluß 2002, Erstes Staatsexamen; Intensivstudium Sportökonomie (Jan. - Nov. 2003) an der European Business School Oestrich-Winkel -Abschluß "Sportökonom" (ebs)
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